Cash for Gold ist die bis dato umfangreichste Monographie zum Werk von Nina Beier. Nina Beiers Kunst stellt eine besondere Herausforderung für Kritiker dar, wie Alexander Scrimgeour in der Einleitung zu diesem Katalog skizziert wenn er darauf verweist, dass sich die Anthologie von acht verschiedenen Essays als notwendig erwies, um das Gesamtwerk zu erfassen. Die konventionellen Funktionen der Kunstkritik wie Interpretation, Urteil, Kontextualisierung usw. stehen in einem unbequemen, wenn nicht gar oppositionellen Verhältnis zu Beiers Auseinandersetzung mit Offenheit, Wertzuweisung und unausgesprochenen kulturellen Codes. Die Entwicklung dieses Kataloges und die Tatsache, dass er nicht zu einer einzigen, maßgebenden Stimme zusammenfließt, kann als Spiegelung des Werks selbst verstanden werden. Trotz der Spezifität seiner Materialien und Formen zieht das Werk seine Energie aus der emotionalen Kraft der kulturell verankerten Wünsche, Spannungen, Normen und Störungen innerhalb der "totalen Sättigung des Kulturraums durch das Bild" (Rosalind Krauss, nach Fredric Jameson).  Die ausufernde Vielseitigkeit des Katalogs ist in sich selbst der Spiegel einer Repräsentationskrise, die das Terrain der Bilder, der „konfusen Objekte“ und kunsthistorische Bezüge in Beiers Werk bis heute absteckt und gleichermaßen beanspruchen.

Mit Texten von Karen Archey, Laura McLean-Ferris, John Miller, Post Brothers, Dieter Roelstraete, Chris Sharp, Bettina Steinbrügge, Alexander Scrimgeour, Ana Texeira Pinto

Herausgeber: Kunstverein in Hamburg / Kunsthaus Glarus

Redaktion: Bettina Steinbrügge, Alexander Scrimgeour
Design: Mousse

Vertrieb: Mousse Publishing, Mailand

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