Liz Magor (*1948) ist einer der bedeutendsten kanadischen Künstlerinnen ihrer Generation und die einflussreichste Bildhauerinnen Kanadas der vergangenen drei Jahrzehnte. Im Verlauf ihrer Karriere hat die Künstlerin immer wieder die Grenzen dessen, was Skulptur und Plastik ausmachen, ausgelotet und ihre Arbeiten sind heute ein wichtiger Bestandteil der internationalen Materialismusdebatte in der zeitgenössischen Skulptur. Magor nimmt sich der gewöhnlichen und vertrauten Dinge unserer Welt an und verwendet sie in ihren Installationen entweder als Readymades oder formt sie mit anderen Materialien nach. Die Überführung in den Kunstkontext befragt gleichermaßen das Verhältnis von Kunst und Alltag sowie Wirklichkeit und Repräsentation. Durch bewusst gesetzte Leerstellen und Inszenierungen entwickeln Magors Arbeiten ein narratives Potenzial, das sich mit der literarischen Form der Kurzgeschichte vergleichen lässt - ohne Anfang und Ende sind es Ausschnitte einer übergeordneten Erzählung von den sozialen Nebenschauplätzen unserer heutigen Leistungsgesellschaft. Die Publikation bietet einen detaillierten Einblick in Magors Skulpturen und Installationen der vergangenen vierzig Jahre.

Die Publikation entstand in Zusammenarbeit mit dem Musée d'Art Contemporain de Montréal und dem Migros-Museum für Gegenwartskunst in Zürich. Sie enthält ein Interview mit der Künstlerin und Beiträge von Dan Adler, Heike Munder, Bettina Steinbrügge, Ian Carr Harris, Géraldine Gourbe, Trevor Mahovsky, Isabelle Pauwels, Chris Sharp und Corin Sworn.

Herausgeber: Musée d'Art Contemporain de Montréal, Migros Museum für Gegenwartskunst, Zurich, Kunstverein in Hamburg, JRP|Ringier

Redaktion: Dan Adler, Lesley Johnstone, Heike Munder und Bettina Steinbrügge

Design: Marc André Roy (MAKARA)

Vertrieb: JRP|Ringier

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