Mittwoch, 29.9.2021,
18:30 Uhr
Ei Arakawa, Magnus Hvidtfeldt, Adrian Lopez Peña & syndicat des auteurs (Klasse JXXXA)

Syndicat des Auteurs

Performance

Ei Arakawa, Magnus Hvidtfeldt, Adrian Lopez Peña & syndicat des auteurs (Klasse JXXXA)

Magnus Hvidtfeldt und Adrian Lopez Peña mit Ei Arakawa

Yoyo Monad Script

Magnus Hvidtfeldt und Adrian Lopez Peña wurden im Rahmen der Ausstellung und Veranstaltungsreihe MAGAZINE eingeladen, um eine Arbeit von Ei Arakawa zu präsentieren. Im Mittelpunkt dieser Performance steht die gemeinsame Performance-Praxis der beiden Künstler, die sie als ein Werk in einer sich immer wiederholenden Probesituation öffentlich inszenieren. Arakawas LED-Skulptur wird als Requisit eingesetzt, genauer gesagt als Medium für die Übertragung von Bildern und Dokumentationen, die Hvidtfeldt und Lopez Peña im Gespräch mit Arakawa gemacht haben. Dabei stellt sich die Frage, wie sich Zusammenarbeit als Dialog verstehen lässt, wie Performance dokumentiert und dargestellt werden kann und wann genau die Performance endet und ihre Repräsentation beginnt.

Wie die Künstler beschreiben: "Wir mussten einen gemeinsamen Ort finden und dafür haben wir Spiele entwickelt, um zu verstehen, was der andere sieht, wenn ich "die Spitze einer Kirche" oder "ein Schaf hinter einem Zaun" sage, damit wir uns nicht als eine Erweiterung unserer selbst, sondern als das jeweils andere ansprechen und von dort ausarbeiten. Die ständige Wiederholung war ein nützliches Werkzeug für dieses Unterfangen, indem wir die Transkription von einem Medium in ein anderes nutzten, von Stimme zu Text zu Stimme zu Video zu Stimme und so weiter, wobei alles zu einem gemeinsamen Ziel zusammengeführt wurde."

 

Syndicat des Auteurs (Klasse JXXXA)

Dear Hamburg, lange Zeit bin ich früh schlafen gegangen

 

Die Studierenden der HfbK-Klasse von Jutta Koether, die eingeladen wurden, sich mit einer Performance am Projekt zu beteiligen, machen ihre Klassenlektüre zum Ausgangspunkt für ihre Arbeit. Marcel Prousts Auf der Suche nach der verlorenen Zeit ist die Grundlage für eine Performance und das dazugehörige Requisit ist ein als Bett imaginiertes Buch (oder ein als Buch imaginiertes Bett), das an Man Rays Fotografie von Proust auf seinem Sterbebett (1922) erinnert. Als Requisit für eine performative Lesung verwandeln sie das Bett als Symbol für Ruhe (und potenzielle Faulheit) in einen Ort der Produktivität und Performance. Die ersten beiden Kapitel ihres gemeinsamen Textes Liebes Hamburg, lange Zeit bin ich früh schlafen gegangen werden von der Gruppe innerhalb und außerhalb des Kunstvereins mit dem mobilen Bett als Bühne aufgeführt.

Der Text selbst wurde gemeinsam geschrieben, um künstlerische Strategien zu finden, die Gruppenprozesse in der künstlerischen Arbeit zu berücksichtigen. Bertold Brechts Lehrstücktheater war eine solche Inspiration, bei dem die Darsteller:innen in einen Prozess der Produktion eines Werks eingebunden sind, das nicht unbedingt für ein Publikum gemacht ist, sondern für die Darstelleri:nnen, um etwas über sich selbst herauszufinden. Andererseits dient der Potboiler-Roman All the King's Horses von Michele Bernstein (Situationistische Internationale) als Beispiel dafür, wie ein Künstler ein Stück Fiktion über sein eigenes soziales Milieu im Rahmen des populären Geschmacks schreiben kann - eine Form, die vom Kollektiv Bernadette Corporation mit ihrem 2001 erschienenen Kollektivroman Reena Spaulings aufgegriffen wurde, der eine fiktive Galeristin in der New Yorker Kunstwelt der frühen 2000er Jahre imaginierte und der einen weiteren Bezugspunkt für die Gruppe darstellt.

 

Leon Keller 
Mirjam Walter 
Anna Victoria Regner
Kastania Waldmüller 
Philipp Joy Reinhardt 
Anne Meerpohl
Magnus Hvidtfeldt
Aidan Pontarini 
Carla-Luisa Reuter

Nächste Termine

Führung

Öffentliche Führung

Donnerstag, 30.9.2021, 17 Uhr

Kuratorenführung

Mit Bettina Steinbrügge

Donnerstag, 7.10.2021, 17 Uhr

Schließen