Mittwoch, 28.4.2021,
18:30 Uhr
Rosa Martinez im Gespräch mit Jana Pfort

Carnivalesca - Was Malerei sein könnte, Semiha Berksoy, Installationsansicht, Kunstverein in Hamburg, 2020, Foto: Fred Dott

#Dialogues

Rosa Martinez im Gespräch mit Jana Pfort

Herzlich laden wir Sie zum Gespräch mit Rosa Martinez und Jana Pfort ein, in dem es über die Arbeiten der Künstlerin Semiha Berksoy geht, die im Rahmen der Ausstellung CARNIVALESCA - Was Malerei sein könnte gezeigt werden.

Das kostenlose Gespräch (in englischer Sprache) findet live über Zoom statt und ist gefolgt von einem Q&A. Wir bitten um Anmeldungen unter presse@kunstverein.de

 

Die Kunsthistorikerin und Kritikerin Rosa Martinez (*1955 in Soria, Spanien) kuratierte seit Ende der 1980er Jahre eine Vielzahl bedeutender Einzel- und Gruppenausstellungen, sowie internationale Biennalen. Neben der Veröffentlichung zahlreicher Texte in Fachzeitschriften und Ausstellungskatalogen, war sie seit dessen Eröffnung von 2004-2007 als künstlerische Leiterin des Istanbul Modern (Istanbul Museum of Modern Art) für die Konzeption von Ausstellungsprogramm und Sammlung des Museums verantwortlich. 

Die malerische Position der bildenden Künstlerin und Opernsängerin Semiha Berksoy (*1910-2004 in Istanbul, Türkei) ist geprägt durch eine enge Verflechtung der unterschiedlichen Medien, in denen sie in ihrer langjährigen künstlerischen Auseinandersetzung arbeitete. Auf subtile Weise lässt sich darin eine Überlagerung von Erinnerung und Zeitgeschichte, von privatem und öffentlichem Raum erkennen, die dem Paradigma einer klaren Trennung dieser Kategorien entgegensteht. Inspiriert durch persönliche Erfahrung und Begegnungen entstehen Wiederholungen in den Sujets ihrer Malerei, die in besonderer Weise mit dem Symbolischen spielen. Als erste türkische Opernsängerin, die einen Teil ihrer Ausbildung in den 1930er Jahren an der „Staatlichen Akademie für Musik“ in Berlin erhielt, trat sie viele Jahre in internationalen Produktionen auf. Ihr malerisches Werk, das sie beständig erweiterte und seit den 60er Jahren ausstellte, blieb hingegen lange Zeit unbeachtet. 

Martinez arbeitete im Rahmen ihrer Position als künstlerische Leiterin der 5. Istanbul Biennale (1997), sowie als Kuratorin der 51. Biennale von Venedig (2005) mit Semiha Berksoy, wo sie eine große Auswahl von Arbeiten der Künstlerin zeigte. So wird deren Werk im Gespräch vom Standpunkt einer Ausstellungsmacherin und Kritikerin beleuchtet, deren Beobachtungen sich aus einer reichen Erfahrung mit dem internationalen und insbesondere türkischen zeitgenössischen Kunstgeschehen speisen. Im Kontext der Überlegung, „Was Malerei sein könnte“ bietet die Arbeit Berksoys eine Fülle von Anknüpfungspunkten, über die sich das traditionelle Medium für einen Dialog mit dem Körper, der Erinnerung und (zeit)räumlichen Zusammenhängen öffnet.  

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